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Schwerkraft vs Masse Leitfaden

PhysikAnfängerLesezeit: 3 Min

Übersicht

Schwerkraft ist die Kraft, die Objekte aufgrund der Anziehung der Erde erfahren. Es ist die Kraft, mit der wir in unserem Leben am vertrautesten sind: Reife Äpfel, die auf den Boden fallen, und Wasser, das nach unten fließt, sind alles Auswirkungen der Schwerkraft. Dieses Experiment zielt darauf ab, quantitativ zu untersuchen, ob eine feste proportionale Beziehung zwischen der Schwerkraft eines Objekts und seiner Masse besteht, indem eine unterschiedliche Anzahl von Hakengewichten an einem Federkraftmesser aufgehängt wird.

Hintergrund

  • 1687: Isaac Newton schlug das Gesetz der universellen Gravitation in 'Philosophiæ Naturalis Principia Mathematica' vor und erklärte, warum Äpfel fallen und Planeten die Sonne umkreisen.
  • Newton wies darauf hin: Zwischen zwei beliebigen Objekten besteht eine Gravitationskraft. Die Schwerkraft auf der Erdoberfläche ist eigentlich (eine Komponente) der Gravitationskraft der Erde auf Objekte.
  • Er unterschied auch klar zwischen den Begriffen 'Masse' (ein Maß für die Trägheit) und 'Gewicht' (ein Maß für die Gravitationskraft).

Schlüsselkonzepte

Masse (Mass, m)

mm

Die Menge an Materie, die in einem Objekt enthalten ist. Masse ist eine intrinsische Eigenschaft des Objekts und ändert sich nicht bei Änderungen von Form, Zustand oder räumlicher Position.

Schwerkraft (Gravity, G)

GG

Die Kraft, die Objekte aufgrund der Anziehung der Erde erfahren. Die Richtung der Schwerkraft ist immer vertikal nach unten.

Erdbeschleunigung (g)

gg

Das Verhältnis von Schwerkraft zu Masse. In der Nähe der Erdoberfläche ist gg ungefähr gleich 9.8N/kg9.8\text{N/kg}. Es repräsentiert die Stärke der Gravitationsanziehung der Erde auf eine Masseneinheit Materie.

Formeln & Herleitung

Schwerkraftberechnungsformel

G=mgG = mg
Die Schwerkraft eines Objekts ist direkt proportional zu seiner Masse. Hier kann gg für grobe Berechnungen als 10N/kg10\text{N/kg} angenommen werden.

Experimentier-Schritte

  1. 1

    Nullpunktkalibrierung

    Wenn keine Hakengewichte angebracht sind, beobachten Sie, ob der Zeiger des Federkraftmessers auf die Nullskalenlinie zeigt (automatisch kalibriert, bevor das Experiment beginnt).
  2. 2

    Sequentielles Laden

    Klicken Sie auf '50g Gewicht hinzufügen' oder '100g Gewicht hinzufügen'. Jedes Mal, wenn Sie eines aufhängen, lesen Sie den auf dem Kraftmesser angezeigten Newton-Wert (N) ab.
  3. 3

    Aufzeichnung und Berechnung

    Beobachten Sie die Tabelle rechts. Teilen Sie die gemessene Schwerkraft GG durch die Masse mm (achten Sie auf die Einheitenumrechnung, 100g = 0.1kg), um das Verhältnis von G/mG/m zu berechnen.
  4. 4

    Zeichnen des Graphen

    Beobachten Sie die Veränderungen im GmG-m Graphen. Wenn diese experimentellen Punkte auf einer geraden Linie liegen, die durch den Ursprung geht, weist dies auf eine direkte proportionale Beziehung zwischen ihnen hin.
  5. 5

    Multi-Umgebungs-Kontrast

    Wechseln Sie zur 'Mond'-Umgebung. Wiederholen Sie die obigen Schritte, um zu sehen, wie sich die Schwerkraft, die auf ein Objekt gleicher Masse wirkt, auf dem Mond ändert.

Lernergebnisse

  • Bestätigen Sie die direkte proportionale Beziehung zwischen Schwerkraft und Masse und beherrschen Sie die Formel G=mgG = mg.
  • Verstehen Sie die Bedeutung der Gravitationskonstante gg und ihrer Einheit N/kg\text{N/kg}.
  • Lernen Sie, experimentelle Daten mit der graphischen Methode zu verarbeiten und die Gesetze zwischen physikalischen Größen intuitiv zu analysieren.
  • Erkennen Sie, dass die Größe der Schwerkraft von der Umgebung (verschiedene Planeten) beeinflusst wird, während die Masse konstant bleibt.

Praxisanwendungen

  • Waagen: Elektronische Waagen auf dem Markt messen eigentlich Druck (Schwerkraft) und rechnen ihn dann über 1/g1/g in Masse um, um sie dem Benutzer anzuzeigen.
  • Bauingenieurwesen: Das Eigengewicht von Materialien muss bei der Konstruktion von Brücken und Hochhäusern präzise berechnet werden, um die strukturelle Sicherheit zu gewährleisten.
  • Weltraumforschung: Astronauten befinden sich im Weltraum in einem Zustand der Schwerelosigkeit, nicht weil die Schwerkraft verschwindet, sondern weil die Schwerkraft aufgrund der Hochgeschwindigkeitsumlaufbahn vollständig als Zentripetalkraft wirkt.

Häufige Irrtümer

Irrtum
Die Schwerkraft eines Objekts ist seine Masse.
Richtig
Falsch. Masse ist eine intrinsische Eigenschaft eines Objekts (Einheit kg), während Schwerkraft die Gravitationskraft ist, die es erfährt (Einheit N). Im Weltraum variiert oder verschwindet die Schwerkraft eines Objekts sogar, aber seine Masse existiert weiterhin.
Irrtum
Die Richtung der Schwerkraft ist zum Erdmittelpunkt.
Richtig
Nicht ganz genau. Der strenge geographische Begriff ist 'vertikal nach unten' (senkrecht zur horizontalen Ebene). Aufgrund der Erdrotation weicht die Richtung der Schwerkraft außer an den Polen und am Äquator leicht von der Linie ab, die zum Erdmittelpunkt zeigt.

Weiterführende Literatur

Bereit zum Start?

Da du nun die Grundlagen verstehst, starte das interaktive Experiment!